Das Nachbarrecht besteht aus allen Rechtsnormen, die das grundsätzliche Recht des Eigentümers, mit der Sache nach Belieben zu verfahren und jeden Dritten von jeder Einwirkung auszuschließen, mit Rücksicht auf die benachbarte Lage von Grundstücken und die deshalb unvermeidlichen wechselseitigen Beeinträchtigungen einschränken.

Das Landesnachbarrechtsgesetz Rheinland-Pfalz enthält Regelungen zu Nachbarwand, Grenzwand, Schornsteinen, Lüftungsschächten und Antennenanlagen, Hammerschlags- und Leiterrecht, Duldungen von Leitungen, Fenster und Lichtrecht, Dachtraufe, Einfriedungen, Bodenerhöhungen und Grenzabstände für Pflanzen.

Streitigkeiten auf nachbarrechtlicher Ebene bedürfen einem besonderen Fingerspitzengefühl und Erfahrung, zumal im Gegensatz zu vielen anderen Rechtsstreitigkeiten, bei welchen man sich nach einem Rechtsstreit aus dem Weg gehen kann, weiterhin ein auf der benachbarten Lage der Grundstücke bedingter dauerhafter Kontakt gegeben ist. Aus diesem Grunde ist es in Rheinland-Pfalz auch notwendig, vor der Bemühung der Gerichte ein Güteverfahren durchzuführen.

Neben den baurechtlichen Regelungen (siehe Baurecht) sind es oft Bäume und Hecken, welche zu Auseinandersetzungen zwischen Nachbarn führen. Der Versuch mit dem Nachbarn am Gartenzaun eine Einigung zu finden, scheitert oft daran, dass die Nachbarn nicht wissen, wie die Bepflanzung des eigenen Grundstücks tatsächlich aussehen darf.

Die zulässige Höhe und der einzuhaltende Abstand der Bäume, Sträucher und Hecken auf Nachbars Grundstück richtet sich nach deren Wachstum. Einige schnellwachsende Pflanzen haben einen Grenzabstand von bis zu 4 Metern von der Mitte des Baumstamms aus gemessen zur Grundstücksgrenze einzuhalten, einige Sträucherarten hingegen nur 0,5 Meter.

Frühzeitige Beratung ist auch hier sinnvoll, zumal die Beseitigung unrechtmäßiger Bepflanzung nur innerhalb von 5 Jahren seit Anpflanzung verlangt werden kann. Bemerkt man beispielsweise, dass der Nachbar eine Fichte, welche auf Grund des starken Wachstums einen Grenzabstand von 4 Metern einzuhalten hat, zu nah an die Grundstücksgrenze setzt, darf man nicht den Fehler begehen, so lange zuzuwarten, bis der Baum eine gewisse Höhe erreicht hat und nun auch den genügsamen Nachbarn stört. Wurde der Beseitigungsanspruch nicht bis zum Ablauf des fünften auf das Anpflanzen folgenden Kalenderjahres klageweise geltend gemacht, muss man sich in der Regel mit dem jetzigen Zustand abfinden.

Ob Sie lediglich ein aufklärendes Erstberatungsgespräch wünschen oder ein Güteverfahren ggf. mit anschließendem Gerichtsverfahren durchgeführt werden soll, gerne stehen wir Ihnen mit unseren zahlreichen Erfahrungen in nachbarschaftlichen Auseinandersetzungen zur Verfügung, um Ihre Rechte zu wahren und zugleich eine Lösung der Problematik zu finden, welche das nachbarschaftliche Miteinander nicht nachhaltig belastet.

Ihr Ansprechpartner im Nachbarrecht ist Rechtsanwalt Neumann

Unsere Leistungen im Detail

• Güteverfahren
• Nachbarwand
• Grenzwand
• Hochführen von Schornsteinen, Lüftungsschächten und Antennenanlagen
• Hammerschlags- und Leiterrecht
• Duldung von Leitungen
• Fenster- und Lichtrecht
• Dachtraufe
• Einfriedungen
• Bodenerhöhungen
• Grenzabstände für Pflanzen
• Rückschnitt
• Verjährung

Kontaktieren Sie uns: 
0671 2984530